Hungary Experience

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Salon für Angewandte Kunst und Kunsthandwerk im De la Motte – Beer Palais in Budapest

12.-13.-14. Dezember und 19.-20.-21. Dezember 2025

Budapest, Dísz tér 15.

Iparmű Szalon Rearticon

Wenn Sie sich während der Adventszeit in Budapest aufhalten, werden die Weihnachtsmärkte sicherlich ein unverzichtbarer Halt sein. Aber neben den traditionellen Märkten wird es auch einige originelle Initiativen in der Stadt geben, die sich auf Design und kunsthandwerkliche Arbeiten auf hohem Niveau konzentrieren. Einer dieser Ausstellungsmärkte ist eben der Salon für Angewandte Kunst, organisiert vom Rearticon-Verein, der an den letzten beiden Adventswochenenden in einem historischen Palais stattfinden wird, das selbst den Einheimischen wenig bekannt ist, im Burgviertel.

Einzigartige und Künstlerische Objekte im Salon

Die Mission des Rearticon-Vereins für Angewandte Kunst ist es, die zeitgenössische ungarische angewandte Kunst würdig sowohl im Inland als auch in der Welt zu präsentieren. Ihr Ziel ist es, dass die bedeutendsten Werke der heutigen ungarischen angewandten Kunst endlich ihren richtigen Platz an den ikonischsten und von Touristen meistgeliebten Orten in Ungarn finden – besonders dort, wo bisher ein Mangel an dekorativen und Gebrauchsgegenständen von hervorragender Qualität aus künstlerischer und technischer Sicht bestand. Die besondere Atmosphäre des Budaer Burgviertels bietet einen idealen Rahmen, um das Beste der ungarischen Kreativität und des Kunsthandwerks sowohl dem lokalen Publikum als auch internationalen Besuchern zu präsentieren. Der Kontext eignet sich auch sehr gut für Gelegenheiten, die Künstler persönlich zu treffen.

Das De la Motte – Beer Palais

Es handelt sich um einen klassischen verborgenen Schatz; tatsächlich lässt dieses gelbe Palais mit einem Postamt im Erdgeschoss von außen nicht die Anwesenheit jener 250 Quadratmeter bemalter Wände aus dem 18. Jahrhundert erahnen, die wir im Inneren finden. Ursprünglich hatte das überraschende Barockpalais zwei Herren gehört, die beide im Dienst Maria Theresias von Österreich standen. Der erste war Baron Ferenc Károly De la Motte, der 1760 das Palais an der Stelle zweier mittelalterlicher Gebäude errichtete. Anschließend mietete ab 1763 der böhmisch-mährische Militärapotheker József Kajetán Beer das Erdgeschoss. 1773 beschloss er, die gesamte Immobilie zu kaufen und widmete viele Räume des Palais seinem Beruf: Unter den eindrucksvollen Gewölben der Keller bewahrte er Mineralwasser, Flüssigkeiten und Desinfektionsmittel auf, während er den Dachboden zum Trocknen aromatischer Kräuter nutzte. Das historische Palais, dessen barocke Fresken 1962 entdeckt wurden, nachdem nicht weniger als fünfzehn Farbschichten entfernt wurden, die sie bedeckten. Nach einer kürzlichen Restaurierung ist das Palais zu seinem alten Glanz zurückgekehrt.